Moonlight

Land/Jahr USA 2016
Regie Barry Jenkins
Darsteller Alex R. Hibbert, Ashton Sanders, Trevante Rhodes u.a.
Länge 111 Minuten
Altersfreigabe Sehenswert ab 16

Der Afroamerikaner Chiron wächst in einer Sozialbausiedlung mit seiner drogensüchtigen Mutter auf. Sexuell verunsichert und von den männlichen Mitschülern drangsaliert, kämpft er um seinen Platz im Leben. Weit entfernt von den erwartbaren Klischees entfaltet der Film auf drei Zeitebenen eine ebenso glaubhafte wie berührende Geschichte vom Erwachsenwerden.

Ein sensibler afroamerikanischer Junge wächst in einem Problembezirk Miamis auf, wobei die Crack-Sucht seiner Mutter und das Mobbing von Gleichalterigen sein Leben überschatten. Ein Dealer nimmt sich seiner an und wird zum Vaterersatz, doch die demonstrative Männlichkeit, die er dem Jungen vorlebt, bringt weitere Konflikte, vor allem auch mit der eigenen homosexuellen Identität. Der bildgewaltige, herausragend gespielte Film wird als Triptychon unterschiedlicher Lebensphasen erzählt. Bestechend in seiner Sensibilität gegenüber den Gefühlen der Figuren und deren Lebenswelt verbindet der Oscargewinner 2017 eine präzise Milieuschilderung mit dem Sinn für die Schönheit des Lebens ... allen Widrigkeiten zum Trotz.

Kinotipp der katholischen Filmkritik 331/März 2017

Film des Monats – März 2017