Toni Erdmann

Land/Jahr Deutschland/Rumänien 2016
Regie Maren Ade
Darsteller Peter Simonischek, Sandra Hüller, Michael Wittenborn u.a.
Länge 162 Minuten
Altersfreigabe Sehenswert ab 16

Ein pensionierter Vater besucht seine beruflich erfolgreiche Tochter in Bukarest und lockt sie als verkleidete Kunstfigur „Toni Erdmann“ mit derben Späßen aus der Reserve. Mit Seitenhieben auf den postmodernen Kapitalismus und von großartigen Darstellern getragene Vater-Tochter-Geschichte, deren Tonwechsel zwischen Komik, Tragik und surrealen Momenten grandios gelingt. 

Ein alternder Musiklehrer taucht unangemeldet bei seiner Tochter in Bukarest auf, wo diese für eine Unternehmensberatung an Rationalisierungskonzepten für ihre Firma arbeitet. Entsetzt von ihrem freudlosen Managerin-Dasein, will er sie in der Gestalt eines kauzigen Alter Egos aus der Reserve locken. Eine souverän zwischen Komik, Tragik und surrealen Momenten wandelnde dramatische Komödie um einen Generationenkonflikt, bei dem sich beide Seiten umkreisen, befehden und schließlich doch annähern. Vorzüglich inszeniert und getragen von zwei überragenden Darstellern, entwirft der Film ein vielschichtiges Vater-Tochter-Verhältnis mit zeitkritischen Anklängen, das nicht nur in Cannes Kritik und Publikum gleichermaßen begeisterte.

Kinotipp der katholischen Filmkritik 314/Juli 2016

Film des Monats – Juli 2016