Die andere Seite der Hoffnung

Land/Jahr Finnland/Deutschland 2017
Regie Aki Kaurismäki
Darsteller Sherwan Haji, Sakari Kuosmanen, Ilkka Koivula u.a.
Länge 100 Minuten
Altersfreigabe Sehenswert ab 12

Aki Kaurismäki erzählt von einem syrischem Flüchtling, der auf der Suche nach seiner Schwester in Helsinki auf einen unkonventionellen Restaurantbetreiber trifft und trotz unüberwindbar erscheinender Hindernisse ungeahnte Solidarität erfährt. Perfekt inszeniertes, ebenso witziges wie zu Herzen gehendes Werk, getragen von Lakonie und Humanismus. 

Ein junger Syrer, von Krieg, Entbehrung und Verlust gezeichnet, strandet zufällig in Finnland, wo er Asyl beantragt, dann aber untertaucht, als man ihm dies verwehrt. In dem wortkargen Neubesitzer eines schäbigen Restaurants findet er einen unerwarteten Beschützer, der ihn in seine exzentrische Belegschaft aufnimmt. Eine mitunter märchenhaft anmutende Tragikomödie, in der Aki Kaurismäki das mit viel Respekt behandelte Flüchtlingsschicksal meisterhaft mit grandiosen Szenen seines lakonischen Humors verknüpft. In der Zeichnung der politischen Hintergründe erhebt sein Film keine Anklage, spricht sich dafür aber nachdrücklich für Mitgefühl, Solidarität und Humanismus aus.

Kinotipp der katholischen Filmkritik 333/März 2017

Film des Monats – April 2017

Film des Monats (CH) – April 2017